Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

in der letzten Zeit habt Ihr wahrscheinlich mitbekommen, dass immer mal wieder ein Wärmebildgerät der Firma Liemke auf unseren Bildern und Posts auf Instagram oder Facebook zu sehen war. Einige Fragen erreichten uns im Laufe der Testphase. Manche konnten wir sofort beantworten, auf einige können wir beide jedoch nun erst eine fachlich korrekte Antwort geben.

In dem folgenden Kurzzeit-Testbericht über die zwei Geräte Keiler 19 Pro & Keiler 35 Pro von der Firma Liemke aus Bielefeld, möchte ich mich zum Großteil auf die Handlichkeit, die Bedienung, das Preis-Leistungsverhältnis und den für uns ersichtlichen Mehrwert im Revier beziehen. (Für alle technischen Daten, könnt ihr gerne auf die zwei verschiedenen Links unter dem Bericht klicken)
Da wir beide passionierte Schwarzwildjäger sind, war es für uns ein großer Vorteil einmal mit Wärmebildgeräten für die Hand auf die Jagd gehen zu dürfen. Wie man so schön sagt, einmal mit und nie mehr ohne. Nun aber genug geredet und ab zum ersten Eindruck!

Der erste Eindruck:

Der erste Eindruck der beiden Geräte war durchweg positiv. Jan von Liemke präsentierte mir die beiden Geräte in Mitten der Altstadt von Bielefeld. An einem schön gelegenen Platz, nahmen wir uns die Zeit und er führte mir zuerst das Keiler 19 Pro und anschließend das Keiler 35 Pro vor. Beide Geräte werden in einem hochwertigen Karton mit reichlich Infomaterial zu der Anwendung der WBK geliefert. Detailgenaue und schrittweise Anleitungen mit häufig gestellten Fragen über die Keiler Serie, findet man auch in den FAQ der Firma Liemke, auf www.liemke.shop . Ein Staubbeutel sowie ein Ladegerät für die Kamera sind ebenfalls im Preis enthalten.

Nun folgte der erste Blick auf die beiden Objekte der Begierde. Von der oberen Ansicht konnte ich eigentlich keine großen und gravierenden Unterschiede feststellen, außer dass das Keiler 35 Pro über ein Scharfstellungsrad an der Linse verfügt und dass das Keiler 19 Pro vorne wie abgeschnitten wirkt. Auch die Größe der Linse unterscheidet die beiden WBK’s deutlich. Zuerst nahm Jan das Keiler 19 Pro in die Hand und begann die groben Ersteinstellungen am Gerät durchzuführen. Nun war ich an der Reihe und durfte das erste Mal einen Blick durch die nagelneue WBK werfen. Ein sehr breites Sehfeld und die kleine handliche Form des „Keilers“ haben mich sofort überzeugt. Das Keiler 19 Pro besitzt eine 19mm große Linse die mit einem bis zu vierfachen Zoom noch einmal deutlich aufgewertet wird. Nun war auch das Keiler 35 Pro an der Reihe und ich durfte auch dieses Gerät mit der 35mm Linse einmal ausgiebig auf die Distanz testen. Positiv ist mir die Scharfstellung an der vorderen Linse aufgefallen. Mit diesem Justierungsrad hat man so die Möglichkeit, von der nahen bis hin zur weiteren Distanz sein Gerät individuell scharfzustellen. Für mich persönlich ein unerlässliches Feature für Wärmebildkameras.

In der Praxis:

Als ich nun zu Haus war, stürzte ich mich natürlich wieder direkt auf die beiden Geräte und machte mich mit der Menüführung der Beiden vertraut. Das Menü bei dem Keiler 19 Pro und 35 Pro ist identisch, so hat man auch nach einem eventuellen Upgrade von diversen Keiler Geräten der Firma, keine Schwierigkeiten mit einer eventuellen Umbelegung der Tasten.

Die oberste Taste ist zuständig für die Ein- und Ausschaltung des Geräts. Kurzes Andrücken aktiviert den StandBy-Modus, langes drücken lässt die Kamera hoch und runterfahren. Unter der zweiten Abdeckung verbirgt sich die Ladebuchse des Keiler. Mit einer Akkuladung sind wir beide gut zwei Ansitze a 4 Stunden mit kurzem gucken circa alle 4 min ausgekommen. Dies variiert natürlich je nach Helligkeitseinstellung und den verschiedenen Modi. Die verschiedenen Modi (Programmbilder) lassen sich mit der Taste „P*“ verstellen. Vier Möglichkeiten stehen hier zur Verfügung: „White (Wärmequelle weiß), Black (Wärmequelle schwarz), Red (Wärmequelle rot schimmernd), Color (Wärmequelle orange). Je nach Umgebung ob Feld oder Wald, kann man die verschiedenen Modi wechseln. Wir haben fast ausschließlich mit der Funktion White und Black gejagd. Für das nochmalige Suchen am Anschuss, hat mir die Einstellung Red sehr gut gefallen. Die vierte Taste hat zwei Belegungen, zum einen die Auswahl zwischen zwei und vierfachem Zoom und zum anderen (bei längerem Drücken) die Einstellungen im Menü. Diese Einstellungen werden untergliedert in den Wlan Modus, die Helligkeit, den Videoausgang (z.B. für einen angeschlossenes Aufnahmegerät), die Kalibrierung des Bildes, den Stromsparmodus und die Funktion alle Voreinstellungen zurückzusetzten. Der fünfte und letzte Knopf ist die Aufnahmetaste. Hiermit könnt Ihr Fotos und Videos machen und diese auf dem internen Speicher der Kamera speichern. Dies geht aber genau so gut, wenn Ihr euch die Liemke App im App Store runterladet und dann das Gerät in den Wlan-Modus versetzt. Die Foto und Videoauslösung läuft dann nicht über den Fotoknopf auf der WBK, sondern über Euer Smartphone. Alle übertragenen Bilder und Videos sind Live direkt von der Kamera. Über den Dioptrinausgleich am vorderen Teil der Kamera, lässt sich das letzte bisschen Schärfe aus den Geräten kitzeln.

Funktionen sind schön und gut, aber was bringt einem die beste Wärmebildkamera mit 12 Fach Zoom, wenn sie einfach unhandlich und viel zu schwer ist. Richtig! Nämlich garnichts. Liemke hat sich diesem Problem angenommen und hat eine leichte und ergonomisch ansprechende Variante der neumodernen WBK`s auf den Markt gebracht. Über die vier Finger die oben über den Knöpfen liegen, lässt sich jeder Knopf indviduell und ohne hinzugucken Ansteuern. Blitzschnelles Zoomen, oder Fotos schießen ist mit diesen beiden Wärmebildkameras wirklich überhaupt kein Akt. Beide Geräte passen gut in die Jackentasche und lassen sich somit sehr gut und angenehm transportieren.

Nachfolgend findet Ihr ein paar Bilder und Videos der einzelnen WBK`s:

Keiler 19 Pro

Sauen auf circa 300 Meter

Sau im Raps auf gut 100 Meter

Sau im Raps auf 200 Meter

Leon bei der Pirsch auf 30 Meter

Keiler 35 Pro

Rehwild auf 30 Meter

Zwei Überläufer auf 50 Meter

Dachs auf 10 Meter

Rehwild auf 200 Meter

Fuchs auf Maussuche 250 Meter

Das Fazit:

Wärmebildkameras gehören für uns mittlerweile zu der Jagd wie eine Waffe und die richtige Munition. Sauberes und schnelles Ansprechen und das sichere Gefühl beim Schuss, fesselt uns bei jedem Mal ,wenn wir wieder auf die Felder und Wiesen in unseren Revieren ziehen. Oha, da ein Schwein und oh, da noch eins. Da hinter stehen 5 Stück Rehwild. So ungefähr hört es sich an, wenn wir beide wieder auf der Pirsch sind. Einmal Licht in`s Dunkel bringen, neumoderne und aus unserer Sicht waidgerechte Technik mit einbringen. Sich sicher sein, dass die Bache keine Frischlinge hat und nicht verschlossen gegenüber neuem reagieren und mit einseitigen Äußerungen um sich werfen. Wärmebildgeräte für die Hand, sind die Zukunft und für uns unerlässlich. Gerne klären wir jeden Jäger und Jungjäger über die vielen Vorteile auf und stehen Rede und Antwort, wenn es mal wieder heißt: „Wärmebildtechnik, wer braucht das schon?“.

Uns haben die zwei Keiler-Wärmebildgeräte von Liemke überzeugt. Auf Distanzen von 150-200 Metern ist das Bild gestochen scharf. Jeder der auf mehrere hundert Meter genau bestimmen möchte, ob die Bache angesaugte Striche hat, der sollte eventuell über den Kauf einer Wärmebildkamera eines anderen Herstellers nachdenken. Für uns aber absolut nicht von Nöten. Wer keine riesen Felder oder weit auseinandergelegenen Hänge in seinem Revier hat, für den ist das Keiler 35 Pro der perfekte Begleiter. Für Kirrungs- und Ansitzjäger, erfüllt sogar schon die Keiler 19 Pro zu 100 Prozent die Wünsche des waidmännischen Kunden. Das Liemke Keiler 35 Pro liegt momentan bei 2398,00 Euro das Keiler 19 Pro kostet den Endkunden 2098,00 Euro. Den Preisunterschied von genau 300 Euro würden wir in jedem Falle in Kauf nehmen. Die Bildqualität in der Vergrößerung ist deutlich detailgetreuer. So ist man mit dem Keiler 35 Pro für die nächste Pirsch bestens ausgerüstet.

  • https://liemke.shop/waermebildoptiken/sicherheit/520/liemke-keiler-19-pro-ii-waermebildoptik
  • https://liemke.shop/waermebildoptiken/natur/505/keiler-35-pro

Falls Ihr persönlich noch Fragen habt, dann meldet euch gerne per Mail, Facebook oder Instagram bei uns. Wir versuchen jede Frage soweit es uns möglich ist genau zu beantworten.

Bis dahin und Waidmannsheil,
Hunterfieber

*Die beiden Geräte wurden uns für die besagte Testphase „kostenfrei“ von der Firma LIEMKE GmbH&Co. KG zur Verfügung gestellt. Nach dem Ende der Testphase wurden beide Geräte wieder an den Hersteller übergeben. Dieser Bericht ist unabhängig geschrieben und erhielt keinerlei Einfluss von außerhalb