Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit und ich durfte mich auf den Weg in den Naurather-Wald machen. Schießkino, Kochen und Jagen stand für die zwei folgenden Tage auf dem Programmplan. Um sechs Uhr morgens startete ich meine Tour aus dem beschaulichen Gütersloh zum 350 Kilometer entfernten Ziel.

Dort angekommen, traf mich der erste positive Schlag. Ein tolles Anwesen, umgeben von viel Grün und einem großen Teich direkt an der Hotelanlage des Landhauses Rüssel. Der Empfang war herzlich und ich tauschte mich mit Theresa (jagteres3005) und Max Rüssel über aktuelle Themen, den hauseigenen Gin und den weiteren Tagesablauf aus. Nach und nach trudelten auch die anderen Blogger ein und Max bat zum ersten Schmaus des Tages. Ein Reh-Hot-Dog sollte es sein. Für mich genau das passende Essen für zwischendurch. Einem ausgiebigen Test der J.P.Sauer und Sohn Waffen, auf dem Schießstand von Waffen Blatt in Perl stand also nichts mehr im Wege.

Auch wenn sich die Fahrzeit etwas verzögert hat, war ich trotzdem voll motiviert, um mit den verschiedenen Waffen einmal meine Fähigkeiten unter Realbedingungen testen zu können. Von der Sauer 100 bis hin zur Luxusvariante der Sauer 404 Synchro XTC konnten wir ohne Rücksicht auf Verluste alles bis in das kleinste Detail unter die Lupe nehmen. Björn Kilian von Sauer stand uns mit Rat und Tat zur Seite, informierte über die verschiedenen Kaliber und ihre Vor- und Nachteile. Verbesserung des Vorhaltemaß oder Repetieren im Anschlag kann man im Schießkino noch einmal unter ganz anderen Bedingungen üben. Um auf den Drückjagden die Ende des Jahres anstehen wieder voll in Form zu sein, werde ich dieses Jahr auf jeden Fall noch einmal einem Schießkino in meiner Nähe einen Besuch abstatten.

Wieder im Landhaus angekommen, haben wir uns in der Küche versammelt. Nun ging es Rehrücken und Wildschweinkeule an den Kragen. Max zeigte uns, wie man die Keule fachmännisch zerlegt, den Rücken sanft gart und ein Gericht der Spitzenklasse in nicht einmal einer Stunde zubereitet. Ich war verblüfft von den verschiedenen Zutaten mit denen Max unser geliebtes Wildbret noch mehr aufwertet. So dienten geröstete und gemahlene Kakaobohnen als Gewürz für den pouchierten Rücken. Der nächste Snack ließ nicht lange auf sich warten und so trafen wir uns im Anschluss auf eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen am Teich.

Über diverse Themen, wie die Massentierhaltung in Deutschland bis hin zum Leben im Überfluss und das Hinterfragen des eigenen Konsums, habe ich einmal wieder gemerkt, dass ich die Jagd nie wieder missen möchte. Auf die Jagd gehen zu dürfen, ist für mich das größte Privileg auf dieser Erde. Wissen wo das Fleisch herkommt, es selbst erlegen, verwerten und verzehren zu dürfen gibt mir immer das Gefühl alles richtig gemacht zu haben. Mit diesem guten Gefühl stelle ich mich auch gerne jeder jagdfeindlichen Person, um ein angemessenes und wertfreies Gespräch zu führen. Ob es nun Vegetarier, Veganer oder Tierrechtler sind spielt für mich dabei keine Rolle. Denn so wie ich andere behandele, möchte ich auch von anderen Behandelt werden. Respektvoll und mit Anstand. Wir Jäger sollten bei diesem Thema ganz besonders empathisch und zusammen als Gemeinschaft handeln. Denn Jagd ist Leidenschaft und Leidenschaft wird durch die Gemeinschaft erst so richtig stark.

Nach einer kurzen Verschnaufpause auf den Zimmern, wurden wir von Max zum Abendessen in das hauseigene Restaurant „Hasenpfeffer“ zum fünf Gänge Menü eingeladen. Von Gang zu Gang hat sich immer mehr gezeigt was dabei raus kommt, wenn der Max mal so richtig in der Küche eskaliert. Ganz großes Kino! Wenn ich hier von wahren Geschmacksexplosionen rede übertreibe ich mit Sicherheit nicht. Das können Euch die anderen Teilnehmer des Hunter`s Getaway bestätigen. Wildfleisch so zeitgemäß und filigran auf den Teller zu bringen ist für mich ganz hohe Kunst. Diesen erfolgreichen Tag ließen wir mit dem exzellenten „Harrys Waldgin“ und weiteren interessanten Gesprächen ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es etwas unausgeschlafen auf den Ansitz auf Rehwild. Trotzdem blieb die Motivation nicht auf der Strecke und nach dem ersten Anblick eines sehr guten Bocks konnte der Morgen nur perfekt werden. Eine weiteres weibliches Stück Rehwild ließ sich eine Stunde später im hohen Gras blicken. Für mich nicht genau ersichtlich ob Ricke oder Schmalreh, deshalb blieb der Finger an diesen Morgen gerade. Für mich nicht schlimm, denn ich konnte einige tolle Aufnahmen von der Landschaft und dem grandiosen Sonnenaufgang mit dem Camcorder festhalten.

Nach einem ausgiebigen Frühstück beendete Max das Event. Ich kann mich nur noch einmal für die Einladung bedanken. Tolle Organisation, ansprechende Firmen, reichlich gutes Essen und die Jagd führten diese super Veranstaltung zum Erfolg. Danke an die Familie Rüssel für die Gastfreundschaft. Danke an die Firma J.P. Sauer und Sohn für die einmalige Erfahrung mit den Waffen im Schießkino. Danke an Truewoods für die coolen Klamotten, mit dem gewissen Zukunftsblick. Ihr könnt gespannt sein was Euch in Zukunft noch so erwartet. Denn es war mit Sicherheit nicht das letzte Treffen und das letzte Event, mit der gesamten Familie Rüssel in einer einmaligen Naturkulisse. Abschließend findet Ihr noch ein paar Bilder und die Links von den Firmen und den zwei tollen Produkten aus dem Hause Rüssel. Dem leckeren Gin (ich habe vier Flaschen mitgenommen:D) und dem schön gestalteten Kochbuch „WILD – by Harald Rüssel“.

Falls Ihr Fragen zu den einzelnen Produkten habt, meldet euch gerne per Mail oder Instagram bei uns!

http://www.landhaus-st-urban.de/de/web/harrys-waldgin/

https://www.weltbild.de/artikel/buch/wild-200-junge-rezepte-natuerlich-aus-dem-wald_22316059-1

https://www.sauer.de/

https://www.truewoods-clothing.de/

Waidmannsheil,

Hunterfieber